Meine Vampire, gegen den Rest der Welt.

Als Edens Asche zum ersten Mal veröffentlicht wurde, wurde ich von Lesern und in diversen Foren,
mit “Regeln”, ich persönlich nenne es Vorurteilen, konfrontiert, wie Vampire sich angeblich verhalten, bzw. verhalten sollen.
Besonders, weil Damian und die Seinen einige dieser Regeln brechen.
Manchen hat das gefallen, manchen weniger. ^^
Nun ja, da ich meinen Lesern zuzuhören pflege, habe ich mir damals meine Gedanken gemacht und daraus entstand dieser
Blogpost:


Was Vampire nicht tun:
 
Punkt 1: Vampire und Gothic:
Wer sagt, dass jeder Vampir sich unbedingt in der Gothic-Szene herumtreiben muss und da im Einheitschritt durch die Clubs tanzt? Mein eigener Roman spielt auch in einem Independent Club, weil ich selbst mich da zuhause fühle und mein Damian und seine Freunde hören gerne Gothic Rock und Metal, wie ich und meine Freunde, aber wer legt das fest? Niemand! Ich denke Vampire haben genauso unterschiedliche Charaktere wie wir Menschen und es wird genauso viele unterschiedliche Musik und Kleidungsgeschmäcker geben.

Punkt 2: Vampire und die Region:
Ich wurde jetzt schon mehrmals darauf angesprochen, dass “Edens Asche” in Bayern spielt. Warum nicht? Ich lebe hier, ich kenne mich hier aus. Das war natürlich der erste Punkt. Schreibe darüber was du kennst.
Rosenheim hat eine hübsche, kleine Stadt und München ist nicht weit weg. Weshalb mitten in seinem Jagdrevier leben? Ist es nicht gar besser, etwas davon entfernt zu leben. München hat eine riesige Auswahl an Clubs, Bars etc. Damian und die seinigen fänden immer eine Möglichkeit zur Jagd. Bayern ist genauso gut, wie jedes andere Bundesland und als echter Bayer sage ich: Wenn nicht sogar besser.😛 Das führt nahtlos zu

Punkt 3: Vampire und ihr Akzent:
Strange. Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht. Aber: Ich fände jeden anderen deutschen Akzent genauso komisch in Verbindung mit einem Vampir. Ein Vampir der kölscht, fränkelt, sächselt, berlinert oder Pott spricht wäre für mich auch strange. Damian kann bayrisch, er ist hier aufgewachsen, aber das heißt nicht, dass er es die ganze Zeit spricht. Das Buch ist ja auch hochdeutsch geschrieben. Oder host wos andas glesn?!
Gegenfrage: Weshalb hast du dir die Mühe gemacht, Dir Damian mit bayerischem Akzent vorzustellen? Das habe nicht mal ich getan.

Punkt 4: Vampire und ihre Kleidung:
Sie tragen, was ihnen gefällt. So viel dazu. Oder was dem gefällt, der über sie schreibt. *g* Es gibt keinen Dresscode für Vampire. Fertig. Und wenn er sich entschliest im Bunny-Kostüm Schlittschuh zu laufen ist das seine Sache. Aber keine Angst, ich werde jedenfalls nicht darüber schreiben… denke ich. ^^ Und wir folgen dem Hässchen zu:

Punkt 5: Vampire und würdevolles Verhalten:
Hmmm. Naja. Ich sehe das so: Wenn sie all das nicht tun, was ich schon gelesen und gehört habe, dass Vampire angeblich nicht tun, muss die Unsterblichkeit todlangweilig sein und wir Autoren hätten nichts mehr worüber wir schreiben dürfen. Vampire müssen nicht die ganze Zeit vor sich hinschluchzen und über sie Schönheit der Nacht sinnieren. Dafür wurde Louis erfunden, der übernimmt das für alle zusammen. Die restlichen Vampire sollen meiner Meinung nach Spaß haben und das Leben genießen, wann immer sie die Möglichkeit haben. Wie es jeder tun sollte. Sie sollen lachen, albern sein dürfen – und für was ist man Unsterblich, wenn man nicht auch die positven Seiten des Lebens genießt. Der Horror kommt von ganz alleine. *Bleistift spitzt*.

Punkt 6: Vampire und Liebe/Sex:
Vampire haben meiner Meinung nach ebenfalls Gefühle und können auch Sex haben. Sie sind sehr erotische Wesen.
Ob dazu immer die Liebe gehört – nun wir wissen selbst, dass sie das nicht unbedingt tut. Aber dazu verweise ich nur wieder auf Punkt vier. Sie können tun was ihnen gefällt, wenn nicht noch viel mehr. Denn sie haben ja nicht einmal mehr die menschliche Moral im Rücken, jedenfalls nur in Grenzen. Ich denke, dass es lange dauert, bis sich sich davon ganz gelöst haben. Man muss nur daran denken, wie lange es für uns im Gegensatz zu Vampiren sehr kurzlebigen Wesen dauert, bis wir umdenken.

Mfg,
Moni De Giorgi

P.S. Befreit die Vampire von menschlichen Vorurteilen. Auch sie haben Humor und guten Geschmack. *Fähnchen schwenkt*

One thought on “Meine Vampire, gegen den Rest der Welt.

  1. zu 1. Das ist wohl das weit verbreitetste Vorurteil zu Vampire. Das sie oftmals schwarz tragen liegt wohl eher an der Unauffälligkeit in der Nacht. Mit einem weißen Travolta-Jacket wäre er auf Kilometer zu sehen.

    zu 2: Wieso sollte es in Bayern keine Vampire geben? Wenn es um feste Regionen geht, dann dürften alle Filme nur in Transsilvanien/Rumänien spielen. Das wäre auch das Aus für alle bekannten Vampirfilme. Auroen tun gut daran, ihre Geschichten dort spielen zu lassen, wo sie sich auch auskennen.

    zu 3: Ein Vampir könnte wohl immer die gelernte Sprache vor seiner Verwandlung sprechen. Allerdings denke ich, wenn man einen Vampir “seriös” machen will, sollte er bei Hochdeutsch bleiben. Ein sächselnder Vampir würde nur Lacher bringen aber keine Spannung.

    zu 4: Warum sollten Vampire nicht das anziehen können, was ihnen gefällt? Die Vampire in “Near Dark” laufen meist in Jeans und T-Shirt herum während Steven (“Weisheit der Krokodile”) immer im adretten Anzug unterwegs ist.

    zu 5: Das sehe ich ebenso. Warum sollen sie nicht Spaß an ihrem Dasein haben.

    zu 6: Liebe werden sie nicht empfinden, zumindest nicht direkt. Sie sind Tote, ihnen kann Moral nichts antun. Daher denke ich, warum sollten sie dann auf Sex verzichten? Der oben genannte Steven vernascht immer erst seine weiblichen Opfer, bevor er sie tötet.

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