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Wenn das Buch dann einmal auf dem Markt ist, erwarten Sie einen (hoffentlich) – Lesungen.
Lesungen sind eine perfekte Gelegenheit sein Werk vorzustellen und mit (zukünftigen) Lesern in Kontakt zu treten.

Doch, vor seiner ersten Lesung steht man manchmal recht verlassen da und erhält auch vom Veranstalter nicht unbedingt
konstruktive Auskunft (ist mir z.B. bei meiner ersten Lesung passiert…).

Darum habe ich für ein Schreibforum, mal einen Beitrag verfasst, in dem ich meine Tipps zu Lesungen zusammengefasst habe.
Ich habe diesen hier jetzt noch einmal überarbeitet und eingefügt:

Natürlich mache ich immer noch Fehler und meine Lesungen sind sicher nicht perfekt, aber ich diese Abläufe in der Vorbereitung haben mir sehr geholfen, entspannte und und angenehme Lesungen zu haben, an denen, denke ich, auch meine Zuhörer Spaß hatten:

Ein wichtiger Punkt an der Lesung ist, wie immer, die Vorbereitung:

Wenn ihr also dem Veranstalter (wenn er dieser nicht selbst seit) die Zeit herausgekitzelt habt wäre auch wichtig:
Ort und Equipment (sitzen, Stehpult, wo sitzen die Zuschauer, wie sitzen sie, hast Du ein Mikro oder nicht, bekommst du was zu trinken oder nicht ( Wasser ist gut – ohne Kohlensäure).
Meine coolste Lesung, fand im Nerodom, einem Nachtclub in MÜnchen statt – perfektes Ambiente, tolle Leute, durchgeplant auch vom Veranstalter.
Wenn Du dir dann die wichtigsten Punkte zusammen gefasst hast, wählst Du die Szene die Du liest.
Wichtig: Orientiere die Szene an der Lesung, so wird es Dir viel leichter fallen, sie entspannt zu lesen.
-Sie muss vom zeitlichen Rahmen passen (zur Not auch vorsichtig den Text kürzen), sollte einen guten Überblick über den Text verschaffen (also was erwartet den potentiellen Leser) und spannend sein.

Nun überlegst Du Dir, wie Du den Text in Szene setzt.
Gute Vorbilder dafür sind Hörbücher. Überlege dir, wie wäre der Text als Hörbuch umgesetzt. Merke Dir besondere Betonungen (Textmarker) an. Schreibe Dir ein kleines Drehbuch (Markierungen im Text) und nimm dieses mit zur Lesung.
(Achte aber auch darauf, dass es nicht zu unübersichtlich wird).

Bei der Lesung: Stell Dein Buch lieber auf dem Tisch aus und lese aus deinem Skript, das Du in ein hübsches leeres Buch einlegst.
Zurück zur Übung:
Lies ihn Dir dann sehr oft selbst laut vor. Lies ihn anderen laut vor und lass Dir sagen was ihnen auffällt.
Achte auf die Betonungen. Lies langsam und deutlich, mache Pausen (Komma, Punkt, Absatz und vor allem bei Szenenwechseln).

Wenn Du bemerkst, dass Du Dich bei einem Satz gerne verliest, übe diesen Satz besonders.

Du solltest Dir vorab mit einem kleinen Team überlegen, was Dir die Leser, Zuhörer anschließend für Fragen stellen könnten.
Übe mit Deinen Freunden Interviews, damit Du vorbereitet bist und bei den Fragen nicht so nervös wirst und klare und deutliche Antworten gibst.

Gerne könnt ihr Euch auch meine Lesungen anhören.
Die Audiotracks findet ihr hier:
Weiß wie Schnee – Kurgeschichtenlesung
Leseprobe “Edens Asche” zum Hören

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