Solomon Kane (Rezension Film)

Gestern war Videoabend angesagt und wir haben uns für Solomon Kane entschieden. Das Cover alleine war schon verlockend und die Geschichte hörte sich spannend und nach düsterer, actionreicher Unterhaltung an.
Der Film beginnt direkt mit der Einführung des Charakters Kane in Action. Gnadenlos und brutal schlachtet sich der Söldner und Pirat im Dienste der Königin und auf der Suche nach den Reichtümern, durch einen Palast in Nordafrika.
Doch nicht Gold und Edelsteine findet er, sondern einen Raum voll seltsamer Spiegel, bewohnt von Schatten. Aus einem davon tritt der Todesengel des Satan und fordert seine Seele. Doch Kane, der sich sicher ist keinen Pakt mit dem ewigen Widersacher Gottes geschlossen zu haben, tritt dem Engel tapfer entgegen. Nach einem Kampf auf Leben und Leben nach dem Tod gelingt es dem Kapitän sich mit einem waghalsigen Sprung aus dem Fenster retten.
Nun gibt es einem Zeitsprung. Ein Jahr später begegnen wir Solomon Kane auf ganz anderen Wegen wieder. Zurückgezogen lebt er in einem Kloster in England, sich dort vor dem Teufel und dessen Dienern versteckend.
Doch der Abt verweist ihn des Klosters, denn die Mönche fürchten Solomon und sie spüren den Schatten des Bösen, der dem einstigen Söldner folgt und sich auch über das Kloster legte, wie ein Herbstnebel. Der Abt legt Solomon Kane nahe in seine Heimat zurück zu kehren, denn dort erwarten den Adelssohn (hier wird zum ersten Mal die Herkunft Solomon Kanes angesprochen) Aufgaben. Doch Kane lehnt ab. Er möchte nicht zurück kehren und vor allem möchte er nicht den Schutz des heiligen Bodens verlassen.
Doch es bleibt ihm keine Wahl, so ist er bald im Gewand eines Pilgersmannes auf den schlammigen Straßen England unterwegs. Überall erblickt er Leid und Zerstörung. Das Land ist in Aufruhr und die Pest wütet.
Dann wird Kane von Straßenräubern überfallen. Da er der Gewalt abgeschworen hat, sicher wenn er nur einmal in seine alten, gewalttätigen Verhaltensweisen zurückfällt, seine Seele für immer zu verwirken, wehrt er sich nicht gegen ihren Angriff. Zum Glück findet ihn eine Familie Puritaner, die auf dem Weg in die neue Welt sind. Die Tochter der Familie pflegt ihn gesund. Kane bleibt bei den Reisenden und begleitet sie auf ihrem Weg. Auf der Reise erkennen die Weggefährten, dass das Böse los ist in England und Kane ahnt, dass es ihm auf die Spur gekommen ist.
Leider brachte er auch seine Retter in den Fokus des Dunklen. Ein maskierter Reiter und seine grotesken Schergen, überfallen die Familie und entführen die Tochter, welche Kane so geschickt gesund pflegte. Solomon erkennt, dass der Weg des Friedens nicht der Seinige ist – er muss ein Krieger Gottes werden um die Tochter seiner neuen Freunde und seine Seele zu retten.
Ab dieser Stelle kommt die Geschichte nun so wirklich in Schwung. Solomon Kane greift wieder zur Klinge und zieht in den Kampf, gegen den Mann mit der Maske, seine Schergen und ihre dunkle Magie.

Der von Michael J. Basset in Szene gesetzte Film ist ein sehr düsteres Werk, das durch eine gelungene Bildersprache sehr viel Stimmung beim Zuschauer erweckt. Es gibt keine großen Farbtupfer und das an sich sehr trostlos wirkende Setting unterstreichen die Verzweiflung des Hauptdarstellers und die Lage seiner Mitmenschen sehr gekonnt.
Besonders spannend macht das Ganze, dass der von James Purfoy dargestellte Charakter Solomon Kanes (geschaffen von Robert E. Howard), wahrlich kein typischer Held ist, sondern eigentlich ein gewalttätiger, kampferprobter Mensch, dem man den Mann des Friedens nie wirklich abnimmt – der sich aber eines Freundes zuliebe auf die Seite des Guten stellt.
Anzumerken ist auch, dass die Hintergrund-Geschichte des „Helden“, sehr geschickt in die Handlung eingeflochten wurde und so einem Werk, das zuerst sehr typisch zu verlaufen scheint, einige interessante Wendungen gibt, die einen zusätzlich an den Bildschirm fesseln.
Persönlich hat es mir sehr gut gefallen, dass mich der ganze Film stets an ein Game erinnerte, nicht, weil ich etwas ähnliches unter anderem Namen schon gespielt hätte, sondern weil ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, die Story gäbe ein super Spiel her, das mich wahrscheinlich begeistert an die Konsole oder den PC fesseln würde. Gerade am Schluss, wenn Kane sich seinem letzten Gegner nähert, ist dieser Eindruck besonders stark. Die zwar grausamen, aber mit choreografisch sehr „coolen“ Kampfszenen reißen mit und lassen den Fan epischer, kampflastiger Fantasy-Stories höherschlagen.
Ebenfalls als Pluspunkt anmerken möchte ich (ACHTUNG SPOILER), dass auf die hollywoodtypische, dunkle Helden läuternde Liebesszene verzichtet wurde. Solomon Kane bleibt ein Mann des Schwertes und das macht gespannt auf weitere Abenteuer.
Der Film ist wohl aber auch auf diese Zielgruppe ausgerichtet.
Mein Fazit nun: Sehenswert – wenn man dunkle, blutige Action mit Comicflair und Gametauglichkeit mag. In meiner DVD-Sammlung bekommt die Disk einen Ehrenplatz und wird diesen sicher noch öfter verlassen um in den Player zu wandern.

Hier geht es zum Trailer:
Solomon Kane

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