Queen of the Damned / Königin der Verdammten (Rezension Film)

Der ewig junge französische Adlige Lestat ist gelangweilt von der Einsamkeit und Leere seines vampirischen Daseins. So legt er sich schlafen und hofft auf eine Art Tod. Doch er wird wieder erweckt von einer Band, die sich sein altes Haus als Proberaum auserkoren hat. Er beginnt zu lauschen und zu erkennen, dass die Welt anders klingt als zu der Zeit, als er sich schlafen legte, er erkennt Chancen seiner Leere und Einsamkeit zu entfliehen – indem er zum Star wird. Anstatt die in seinem Haus probende Band zu seinen ersten Opfern zu machen, nimmt er sie unter seine Fittiche und führt sie als ihr Sänger und Geldgeber an die Spitze der Charts.
Doch die alten Vampire, die im geheimen auf Erden wandeln sind nicht erfreut, dass er die Existenz der Vampire scheinbar an die Öffentlichkeit gezerrt hat UND dass er mit seiner Musik, die alte, gefährliche Vampirin Akasha aus dem Schlaf geweckt hat, die ihre Schreckensherrschaft wieder aufnehmen, und die Menschen zu reinen Sklaven und Nahrungsspendern wandeln möchte.
Und dann ist da noch Jessie, die „Beobachterin“ aus den Reihen der Talamasca, einer alter Geheimorganisation, die für Lestat mehr empfindet, als reines, wissenschaftliches Interesse und auch Lestat hat sich in sie verliebt.

Ich gebe es ja zu, wer die Bücher gelesen hat – ja Bücher, denn der Film “Königin der Verdammten” enthält (bzw. erkennt man entfernt, dass er folgende Bücher enthalten sollte) die Anne Rice Romane “Der Fürst der Finstenis” aka “The Vampire Lestat” und eben “Königin der Verdammten” aka “Queen of the Damned”, wird sich fragen, was die Macher sich dachten. Das fragte ich mich auch, allerdings hielt sich meine Empörung trotz der riesigen Unterschiede zu den Büchern in Grenzen. Denn “Königin der Verdammten” betört durch eine Flut von tollen Bildern, einem perfekten Soundtrack (großartige Musiker, perfekter vampirischer Sound, der einfach nur zu Lestat passt) und ja – die Vampire darin, und auch die Gefährtin für Lestat – sie sind einfach so, wie man sich Vampire vorstellt.
Im Klartext: Keine perfekte Romanverfilmung (bei weitem nicht), aber ein perfekter Vampirfilm.

Ich mag Lestat in diesem Film einfach am liebsten (sogar lieber als in Interview mit einem Vampir). Er verkörpert für mich darin den Inbegriff eines Vampirs: Wild, rebellisch, schön, sexy und sinnlich mysteriös, zynisch – der typische Bad Boy vor dem die meisten Mütter einen warnen. *schmelz*. Außerdem: Es ist den Machern wahrlich gelungen den Charakter Lestats zu treffen. Stuart Townsend verkörpert ihn genau so, wie Anne ihn immer dargestellt hat. Als Brat Prince, der sich die Regeln zurecht biegt, der provoziert, um seiner Einsamkeit und einer tief empfundenen Leere zu entfliehen. Als ewiger Dandy auf der Suche nach Tiefe und Sinn. Es war ein Traum ihn von Stuart Townsend so zu untotem Leben erweckt zu sehen. Und auch die verstorbene Sängerin Aaliyah ist als untote Herrscherin Akasha ein Erlebnis- ich fand sie sehr gut besetzt und sie hat es wirklich geschafft die ägyptische Vampirkönigin auf der Leinwand in Szene zu setzen. Ich war damals 3x im Kino und bin bis heute jedes Mal wieder gebannt, wenn ich die DVD einlege.

Kurz: Für Vampirfans, die über ihren Schatten springen und sich auf einen Film einlassen können ein herrliches, modernes Goth-Filmerlebnis zum immer wieder ansehen und auswendig mitsprechen lernen (kann ich inzwischen auf englisch und auf deutsch *erröt*)

Hier gehts zur DVD: Klick! und hier zum Soundtrack: Klick!

3 thoughts on “Queen of the Damned / Königin der Verdammten (Rezension Film)

  1. Ich hatte damals tatsächlich darüber nachgedacht mir den Film anzusehen, doch irgendwie kam was dazwischen… wenn sich mal wieder die Gelegenheit ergeben sollte, werde ich das aber nachholen. Es kann nur besser als Twilight sein.

  2. Pingback: Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt??? « ~ Favolas de Mezzanotte ~

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