Latter Days (Rezension Film)

„Gott ist die Liebe“

Keine Angst ich habe nicht beschlossen zu Ostern in meinem Blog zu predigen. Doch dieses Zitat von einem geschnitzten Kreuz das an der Schlafzimmerwand meiner Großmutter hing, passt wirklich sehr gut zu dem Film, den ich Euch nachfolgend vorstellen möchte.

“Latter Days”

Christian sieht gut aus, hat Freunde und kann sich die Liebhaber aussuchen. Sein Ziel scheint es jede Nacht einen neuen Eintrag in sein Tagebuch schreiben zu können (sein Equivalent für die die Kerbe in der Bettkante).
Er scheint vollkommen zufrieden mit seinem Dasein als Kellner und Mitbewohner einer lebenslustigen WG.
Aaron ist ein junger Mormone der für zwei Jahre nach L.A. geschickt wurde. Er zieht in die Wohnung gegenüber von Chris.
Diesen belustigen die jungen Mormonen zuerst, er schließt sogar eine Wette ab, ob er einen der Jungs verführen kann. Er pickt sich Aaron heraus, dessen neugierige und fragende Blicke er bemerkte.
Durch Gespräche über Bunt und Weißwäsche kommen sie sich näher. Doch dann lernt Chris Aaron näher kennen und dieser bringt eine Saite in ihm zu klingen, von der Christian bisher gar nicht wusste, dass sie in ihm existiert. Er beginnt sein Leben zu hinterfragen und nach Sinn und Tiefe zu suchen. Er versucht herauszufinden wer er ist. Zuerst tut er es nur für Aaron, doch er bemerkt, dass er es irgendwie auch für sich tut.
Doch dann ertappen die Mitbewohner Aarons die beiden, bei ihrem ersten zarten Kuss. Aaron wird in Unehre zurück nach Idaho geschickt. Doch einer der Freunde Aarons verrät Chris aus Mitleid, dass dieser in Salt Lake City 5 Stunden Aufenthalt hat. Christian gesteht sich ein, dass ihm das unglaubliche passiert ist: Er hat sich wirklich in Aaron verliebt – so fliegt er ihm nach und auch Aaron erklärt ihm seine Liebe. Sie verbringen eine zärtliche, intensive Liebesnacht miteinander. Doch am Morgen ist Aaron verschwunden. Er kehrte heim nach Idaho um sich seinem Urteil zu stellen. Chris‘ Frage, an „welchen Gott“ er glaubt, hat ihn nicht erreicht.
Chris ist am Boden zerstört. Verzweifelt versucht er Aaron zu finden, um ihn anzurufen, wieder Kontakt mit ihm zu suchen.
Es gelingt ihm sogar. Doch zeitgleich erfährt Aaron über Umwege von der Wette. Noch in derselben Nacht unternimmt er einen Suizidversuch.
Als Chris noch einmal versucht Aaron zu kontaktieren erfährt er von der Mutter „dass sie ihn verloren hat“.

Doch der vermeintliche Tote ist an einem viel schrecklicheren Ort …
Können die beiden noch ein glückliches Ende zusammen finden. Man wünscht es ihnen.

Um diesen Film bin ich sehr lange herum geschlichen und habe überlegt, gezögert aber am Ende hat die Neugierde gesiegt und ich habe es nicht bereut. „Latter Days“ ist ein sehr bewegender und romantischer Film.
Der einen mit den Hauptdarstellern durch sämtliche Gefühlshöhen und Tiefen reisen lässt. Man wechselt zwischen Lachen, Kloß im Hals, Wut, Angst – eine Achterbahnfahrt der Gefühle in 104 Minuten. Besonders schön finde ich es hier, wie man die Wandlung von Chris vom oberflächlichen Partykönig zum verliebten jungen Mann, der sich traut Charakter zu zeigen erlebt und beobachten kann, wie ihre Emotionen für einander wachsen. Blicke, zarte Berührungen, Nervosität ….
Als die beiden endlich zusammen finden möchte man jubeln, aber hier kommen wir zum einzigen Manko:
Wer hat die Musik bei der eigentlich sehr schön gefilmten Liebesszene der beiden Protagonisten ausgesucht? Erinnert an einen dieser „nach- Mitternacht-Clips“ mit leichtbekleideten Animateurinnen. Vielleicht einfach den Ton abstellen? Gesprochen wird da eh nicht.
Dabei hat der Film eigentlich einen guten und passenden Soundtrack mit einigen wirklich schönen Songs. Einer davon ist für die Story sogar recht bedeutend. Die Geschichte arbeitet auch viel mit Symbolik und Wundern, was ihn zusätzlich zu einen spannenden Seherlebnis macht. Ich werde die DVD sicher noch öfter sehen, bevor ich sie an „Videobuster“ zurück senden muss und sie mir bestellen, denn die in diesem Film enthaltene Botschaft, dass die Liebe ein Geschenk ist und keine Sünde, dass einen ein liebender Gott nicht dafür in die Hölle verdammt, wenn man einem anderen sein Herz schenkt ist eine sehr schöne Botschaft, die sich für mich viel mehr an die Botschaft Joshuas anschließt.

Hier geht es zum Film: Latter Days<-Klick!

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