Somebody Killed His Editor – Josh Lanyon (Rezension Buch)

Christopher „Kit“ Holmes ist ein Autor in den … *räusper* 30ern, der durch seine Krimireihe um eine Mordfälle lösende, alte Jungfer und ihren Kater hohe Bekanntheit erreichte. Leider verkauft sich die Reihe nicht mehr so gut wie einst. So schlägt seine Agentin Rachel ihm vor sein Image jugendlich aufzupolieren und an einem Autorentreffen teilzunehmen. Kit kann sich spannenderes vorstellen als sein Wochenende in einem einsam gelegenen Hotel auf dem Lande, mit einem Trupp kichernder Chick-Lit-Autorinnen zu verbringen. Doch da er nur so scheinen Platz bei dem Erfolgsverlag zu sichern hoffen kann, kleidet er sich neu ein und macht sich auf die Reise.
Doch schon sein Ankunftstag steht unter einem guten Stern. Er muss sein Auto in einem Unwetter stehen lassen und auf dem Fußweg zur Unterkunft findet er die Leiche einer verhassten Kollegin. Aber dies ist nicht genug: Kurz darauf wird auch die Leiche seines bisherigen Verlegers gefunden, der Christopher an diesem Abend empfindlich demütigte.
Bald schon findet er sich von der Außenwelt abgeschnitten, als Mordverdächtiger unter einem Trupp aufgescheuchter, pink bevorzugender Modepüpchen gefangen mit einem Mörder. Dieser scheint auch noch eine ganz bestimmte Person zu sein: Der ebenfalls anwesende Erfolgsautor J.X. Moriarity – sein Exliebhaber.
Holmes & Moriarity – machen die Namen aus ihnen Gegner oder ein erfolgreiches Team, das den Mörder stellen kann?

„Somebody Killed His Editor“ ist der erste Band der “Holmes & Moriarity” – Series von Josh Lanyon und auch das erste Buch des Autors, das ich mir bestellte. Ich entdeckte ihn über einen Gastbeitrag im Blog meiner Lieblingsautorin Lynn Flewelling das ich sehr interessant fand und der Name der Serie hat mich dann neugierig gemacht. Ich liebe Sherlock Holmes, so konnte ich nicht wiederstehen – ich habe es auch nicht bereut. „Somebody Killed His Editor“ ist ein ironisch und witziger geschriebener Krimi, bei dem man gut miträtseln kann. Ich möchte auch nicht in Kits Haut stecken – so ein Autorentreffen wäre mir auch ein Graus (nichts gegen meine Kollegen die ich bisher kennenlernen durfte), aber ich persönlich halte Schreiben, wie Christopher nicht für einen Beruf den man ergreift, weil man so ein Faible für Teamwork hat und dann auch noch in der Einsamkeit, ohne Internet und Handyempfang – no thanks. Ich verstehe seine negative Grundstimmung vollkommen. Deshalb war es sehr amüsant, seine stetigen „eigenbrötlerischen“, „grantigen“ Kommentare zu Umgebung und Chick-Lit-Kolleginnen zu lesen.
Für einen Mörder gehalten zu werden, obwohl man eigentlich sicher ist, der nächste auf dessen Abschussliste zu sein und von seinem „Ex“ verführt zu werden, den man selbst verdächtigt macht die Sache auch nicht leichter. Als aber dann sein J.X. vom Mörder entführt wird, läuft für Kit das Fass über. Er reißt sich zusammen und mobilisiert den „Chick-Lit“-Trupp.
Ob es ihm gelingt J.X. zu retten und den Mord zu klären verrate ich hier nicht. Aber das Buch ist ein witziger Krimi mit schrägen Charakteren, spannenden Wendungen und viel Zynismus. Eine herrliche Mischung. Besonders gelungen fand ich es, wie der Autor die Elemente des typischen Agatha Christie Romans in ein modernes Setting integrierte. Krimis zum Rätseln, ein ironischer, untypischer Held der eigentlich nur seine Ruhe möchte und ein sich angiftendes Ermittlerteam: Josh Lanyon schafft es sicherlich auf meine Liste von bevorzugten Autoren. Ich freue mich schon darauf Band 2 zu verschlingen.

Zum Roman geht es hier: Klick!<-

Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Samhain Publishing, Ltd. (7. April 2010)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1605046078
ISBN-13: 978-1605046075

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