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Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast:

In Georg Büchners Lenz erhalten wir einen kurzen Einblick in das Leben des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792). Lenz war eine der Persönlichkeiten des Sturm und Drang und war schwer psychisch erkrankt. In Georg Büchners Fragment erhalten wir einen Blick in Lenzens Psyche/seine Leidenswelt aus der Sicht des Pfarrers Oberlin, bei dem sich der junge Dichter eine Weile aufhielt.

Dieser Roman besitzt genau wie “Die Leiden des jungen Werther” einen besonderen Zauber. Ich lese sehr gerne Bücher aus dieser Zeit, liebe es in dieser symbolischen, altmodischen Sprache auf Schatzsuche zu gehen und zwischen den Zeilen zu lesen. Der Lenz hat mich wirklich fazsiniert und ich fand es sehr schade, dass das Buch so kurz und nur ein Fragment ist. Ich hätte gerne mehr über Lenz und seine Geschichte erfahren. Ebenso spannend war der Anhang des Buches in dem Zeitzeugen “Lenzens” zu Wort kamen, z.B. Goethe.

Ich empfehle jedem, sich wenigstens einmal an einen solchen Roman heranzuwagen, ohne gleich vorher “anstrengend”, “blöd” oder “verstaubt” zu sagen oder über die “überdramatisierte”, “dramatische” Sprache zu jammern. Es war eine andere Zeit und man sollte die Bücher nicht an den heutigen Standards messen, sondern zwischen den Zeilen lesen und vielleicht darüber nachdenken was damals “angesagt” war.
Klar, sind sie nicht einfach zu lesen und sicher können die Charaktere sehr nervig wirken – doch wenn man sie auf die Bücher einlässt, entdeckt man wunderschöne Geschichten, ebenso hilft es sich mit den Biographien der Autoren zu beschäftigen.
Hier trifft es der Lieblingssatz meiner Schwester ganz gut: “Wenn man keine Ahnung hat …” 😛

In diesen Büchern verbirgt sich so viel.

Hier geht es zum Lenz (als Kindle-Edition ist der übrigens gratis):

Lenz<-Klick!

Taschenbuch: 79 Seiten
Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: Studienausgabe. (1998)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3150082102
ISBN-13: 978-3150082102

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