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Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Die kurze Erzählung aus der Feder Andre Gides erzählt uns die Episode einer Sommernacht. Der Schriftsteller lässt uns am Besuch eines Festes teilhaben, auf welchem er einen hübschen jungen Mann kennen lernt, mit dem er eine zärtliche Liebesnacht verbringt. Laute die seine romantische Eroberung beim Liebespiel in seiner Kehle formt, tragen diesem den Kosenamen “Ringeltaube” durch den Erzähler ein.
Die beiden teilen eine Nacht, die keiner der beiden je wieder vergessen wird.

Dieses Büchlein ist eine sehr schnelle Lektüre, aber auch eine sehr hübsche.
Dieser kurze “Tagebucheintrag” einer Liebesnacht und einer Liebe entführen einen in eine laue Sommernacht voller Gefühl und märchenhaften Zauber. Während man diese Zeilen liest, bemerkt man, dass Andre Gide mehr in dieser Episode erzählt, als auf dem Papier steht. Die Schilderung klingt nach, versetzt einen in melancholische und nostalgische Stimmung – trotzdem: Das Geheimnis dieser Seiten kennt wohl nur der Autor. Fühlte er mehr für seine Ringeltaube, als er sich eingestehen wollte?
Ich fand in “Die Ringeltaube” einen kleinen Schatz, der gerade jetzt in der Sommerzeit gerne wieder aus dem Regal in meine Hände findet. Unbedingt Lesenswert – nicht nur für Anhänger Andre Gides.

Die Geschichte wurde zu Lebzeiten Gides nie veröffentlicht. Seine Tochter fand diese Zeilen und veröffentlichte sie nach seinem Tod. Andre Gide war ein Bekannter Oscar Wildes – sie bewegten sich in denselben Kreisen während Wilde in Paris weilte.

Hier geht es zu “Die Ringeltaube”<-KLICK!

Gebundene Ausgabe: 72 Seiten
Verlag: Dva
ISBN-10: 3421058962
ISBN-13: 978-3421058966

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