Feuervogel und Arachne

Eine Themenvorgabe diese Woche durch Postaweek hat mir sehr gut gefallen. Tattoos, wie man zu ihnen steht und wenn man ein solches hat, welches und warum. Hinter Tätowierungen stecken ja, wenn sie bewusst gestochen wurden doch Gedankengänge und Bedeutungen. Mit bewusst gestochen meine ich jetzt keine Schnellschüsse und Spontanbildchen aus Modegründen. Für so etwas habe ich wenig Verständnis und denke mir immer nur (“Wenns Dir in einem halben Jahr nicht mehr gefällt … *Kopfschüttel*). Deshalb bin ich auch kein Fan von Trendmotiven, die gestochen werden, weil sie grad irgendwie trendy sind (Die Mode ist ja auch etwas soooo konstantes – nun in 10-20 Jahren kann der mit chinesischen Schriftzeichen dekorierte, den verlängerten Rücken zierende “Tramp-Stamp” dann evtl wieder auf ein Modehoch blicken) ….
Zu Schriftzeichen habe ich eh dann wieder die Meinung: Kannst Du sie nicht selber lesen, lass sie Dir nicht stechen … Kannst Du sie lesen und hat es für Dich eine Bedeutung: Wunderbar – ich schweige!
Aber nun ja, was ich eigentlich sagen wollte: Wähle das Motiv, das höchstwahrscheinlich bis zum Ende Deines Lebens Deine Haut zieren wird mit Bedacht. Suche Dir ein Motiv, das Dir etwas bedeutet, nicht der in-Ecke in einer Modezeitschrift oder deinem Stylingvorbild aus den Charts oder ähnlichem (ob nun echte oder Deine persönlichen ist egal). Ein Tattoo ist kein Modeitem – es ist mehr – es ist ein Ausdruck Deiner Persönlichkeit, den du nicht mit der nächsten Altkleidersammlung loswerden kannst. Es sollte also Tiefe haben und das nicht nur in Sachen Tinte die unter die Haut geht.
Und was selbstverständlich sein sollte:
Wähle Deinen Tättowierer nicht nach Preis, sondern nach Leistung/Kunstfertigkeit – es gib nichts schlimmeres als Tattoos die aussehen, als hätte sie Dir jemand mit Filzstift aufgemalt oder die nach einem halben Jahr aussehen als wären sie vor Jahrzehnten im Knast gestochen.

Aber wenn die oben genannten Punkte befolgt sind, können sehr schöne Bildchen entstehen. Ich selbst bin großer Fan meines Tattoostudios, ich wurde gut beraten, erhielt eine “Anprobe” und natürlich war alles sauber, steril und sehr professionell. Ich wurde also davor auch beraten, bei der Auswahl unterstützt etc.

Ich sage jetzt nicht, was für Tattoos ich als absolutes Igittigitt empfinde, da ich niemanden auf die Füße treten will und Tattoos ja auch etwas persönliches sind, d.h. was mir vielleicht ein spöttisches Lächeln entlockt, bedeutet dieser Person evtl wirklich etwas.

Und nun Farbe bekennen, nicht wahr. Redet die ganze Zeit, aber was hat die Schreiberin eigentlich selbst gestochen:

Mein Tättowierer des Vertrauens durfte mich vor inzwischen … ähhhh 9 Jahren (?) mit diesem Bild verzieren:

Phönix

Mein Phönix. Für mich bedeutet der Phönix immer wieder aufzustehen und nicht aufzugeben. Aus der Asche neu erstehen, wie in seiner Legende. Kurz: Wenn Du fällst, steh wieder auf und mach es besser – eine Lektion die ich mir öfter mal vor Augen halten muss, wenn ich aufgeben möchte.
Außerdem ist Phönix ja auch der Künstlername Damians aus “Edens Asche”. Als ich das Bild damals erblickte, wusste ich: Das ist mein Tattoo. Trotzdem verging noch fast ein halbes Jahr, bis er dann letztendlich in einer 1 1/2 stündigen Sitzung unter meine Haut tättowiert wurde. Geschmerzt hat es nicht wirklich – es blutete, tat weh, aber zum Fürchten gibt es da meiner Meinung nach nichts. Zahnarzt ist 1000x schlimmer. Ich war auch schneller fertig, weil ich so brav war ^^
Ich liebe meinen Feuervogel und habe noch keinen Tag bereut ihn mir stechen zu lassen, auch wenn er nahezu jeden Tag in meinem Ausschnitt zu sehen ist und ich ihn an dieser meist sichtbaren Stelle kaum verstecken kann😉

Meine Schwester hat auch ein sehr tolles Tattoo. Eine Spinne – diese ist schon 10 Jahre alt, sieht aber ebenfalls noch immer gut aus:

Karinas Spinne

2 thoughts on “Feuervogel und Arachne

  1. Ich hatte auch mal vor mir ein Tattoo stechen zu lassen. Etwas Persönliches, das ich mein ganzes Leben tragen könnte. Es hat sich nie ergeben, ich habe mein Geld lieber für andere Dinge ausgegeben (allem voran Essen^^) und naja, mittlerweile lebe ich auch ganz gut ohne und denke, es wird sich daran wohl auch nichts mehr ändern.

    • Ich habe mir meines kurz nach der Ausbildung stechen lassen – ich hänge sehr daran, überlege auch immer noch ob irgendwann ein zweites dazu kommt – doch derzeit investiere ich mein Geld auch lieber anders ….

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