Beastly (Rezension Film)

Kyle Kingston hat alles: Gutes Aussehen, einen reichen Vater der für jeden Wunsch aufkommt, eine sexy Freundin und er ist der beliebteste Junge der Schule. So scheint es ihm jedenfalls. Doch hinter den Kulissen hat der erfolgreiche Vater nur seinen Job im Kopf, seine Mutter hat die Familie vor Jahren auf Nimmerwiedersehen verlassen und die einzige Person, die sich wirklich für Kyle interessiert ist das jamaikanische Hausmädchen.
Was nicht bedeutet, dass Kyle ihr dies mit Liebenswürdigkeit vergilt. Der gutaussehende Mädchenschwarm hält Schönheit für das höchste Tribut, verwechselt Selbstsicherheit mit Arroganz und behandelt Mitschüler außerhalb seiner Clique der Reichen und Schönen meist herablassend, rücksichtslos und verletzend.
Als er allerdings seiner Goth-Mitschülerin Kendra, höhnisch genannt „die Hexe“, eine Falle stellt ist er selbst es, der in diese tappt.
Denn Kendras Spitzname „Hexe“ ist mehr als eine Bezeichnung für eine Außenseiterin – sie ist fürwahr eine solche und sie nutzt ihre Magie um Kyle eine Lektion zu erteilen. Hässlich wie sein Inneres soll er für immer leben, außer es gelingt ihm innerhalb eines Jahres jemanden zu finden, der ihm von ganzen Herzen sagen kann: „Ich liebe dich“. Doch wie soll Kyle dies gelingend, abstoßend wie er nun ist?
Aber da ist Lindy, ein Mädchen mit dem er sich anfreundet. Ihr gelingt es hinter Kyles Fassade zu blicken und Kyle? Kyle bemerkt, dass er sich in das außergewöhnliche Mädchen verliebt. Doch was empfindet Lindy?

„Beastly“ ist das Märchen „Die Schöne und das Biest“ in moderner Form neu erzählt und die Verfilmung des gleichnamigen Romans der Autorin Alex Flinn. Ich mochte den Roman sehr gerne und so war ich natürlich gespannt auf den Film, dessen Trailer mich alleine schon wegen der sehr kreativen Umsetzung der Biestgestalt Kyles neugierig machte. Leider schaffte ich es damals zeitlich nicht ins Kino, doch Videobuster war wie schon oft meine Rettung😉, so dass ich mich heute auf die DVD freuen konnte und ich wurde nicht enttäuscht.
Alex Pettyfer spielt Kyles Charakter glänzend und lässt den sich wandelnden Egozentriker berührend lebendig werden. Ich wurde förmlich vor dem Bildschirm festgezaubert und das nicht nur wegen seines wirklich hübschen Äußeren, sondern wegen dem wunderschönen Märchen, das hier erzählt wurde. Der in ein einsames Haus verbannte Kyle, der plötzlich nur noch sein Hausmädchen und den blinden Hauslehrer Will hat und gerade durch die beiden, die er zuerst nur Missachtung übrig hatte wohl zum ersten Mal so etwas wie Familienleben kennen lernt war wirklich bewegend.
Und dann tritt Lindy in Kyles Leben – wie möchte ich hier nicht verraten – und Kyle lernt, dass die Liebe nicht nur nach einem hübschen Gesicht und teuren Geschenken fragt, sondern ganz andere Ansprüche hat. Diese Wandlung und das Zusammenwachsen der beiden wird wunderschön dargestellt. Romantisch ohne kitschig zu sein, sondern einfach nur bewegend. Besonders möchte ich hier die „erste“ Unterrichtsstunde der beiden bei Will erwähnen, wo das Lesen des Gedichtes bezaubernd schön in Szene gesetzt wurde. Ich war nahezu mehr von den Vorgängen im Hintergrund, als den beiden Schauspielern in Bann geschlagen. Hier möchte ich auch Vanessa Hudgens loben, bei der ich zuerst arge Zweifel hatte, ob sie Lindy gerecht werden könnte (war sie für mich ja nur immer: „Die da aus Highschool Musical oder so“), aber ich fand sie als Lindy perfekt. Sie hat ihr eine freche, eigene Note gegeben und machte sie sehr sympathisch.
Ein besonders Plus erhält übrigens Barney Stinson (ja ich weiß, so heißt er nicht, sondern Neil Patrick Harris) als Hauslehrer Will – aus einer Nebenrolle wird hier ein echter Charakter, dem man sehr viel Beachtung schenkt und der manchmal sogar die Hauptdarsteller an die Wand spielt. Ich fand ihn klasse, ebenso wie Mary Kate Olsen als Goth-Hexe Kendra. Ihre Outfits und Kostüme – großartig.
Sehr gut gefallen hat mir auch der Soundtrack – stimmungsvolle Songs, welche die Geschichte passend unterstrichen und die Stimmung unterstützten.

Kurz: „Beastly“ ist ein wunderschöner, romantischer Film und schlägt meiner Meinung nach sogar das Buch! Ich liebe ihn und sobald die DVD draußen ist, werde ich sie mir kaufen und ihr einen Ehrenplatz geben. Wer moderne Märchen mit Romantik, Magie und Charme mag ist hier richtig. Perfekte Unterhaltung mit Gefühl, Humor, aber auch einer ernsten Botschaft – wie eine gute Geschichte sein sollte. Ich liebe „Beastly“ … und ja – ich finde Alex Pettyfer sexy … aber hey: Schaut Euch den Film an und ihr werdet verstehen. ^^

Hier geht es zur DVD:
“Beastly” auf DVD<-Klick!

Und hier zum Roman:
“Beastly” – Alex Flinn (Deutsch)<-Klick!

“Beastly” – Alex Flinn (Englisch) <-Klick
(Diese Ausgabe habe ich gelesen)

2 thoughts on “Beastly (Rezension Film)

  1. Irgendwie kommt mir es vor, als sei genau diese Grundsituation schon in zig Filmen und Geschichten ausgelutscht worden. Weiß nicht, ob man noch ein Werk brauch, das in die selbe Kerbe schlägt.

    • Naja, das kann man eigentlich auf jede Filmstory anwenden. Die Grundsituation ist immer schon mal dageweßen – die Krux ist sie so umzusetzen, dass sie den Zuschauer, Leser, Hörer etc berührt und ich finde, das ist hier gelungen🙂

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