Was ist am Schreiben das Schönste? (Leserfrage)

Ich mag am Schreiben am Liebsten den Moment in dem der Funke überspringt, der Knoten platzt und ich bemerke, dass aus einer Idee eine Geschichte wird und das erste Mal wirklich in sie eintauche, wenn die Charaktere zu Personen werden und ich mit ihnen in deren Umgebung auf Entdeckungsreise gehe.
Nur ungern verlasse ich diese neue Welt dann immer und die neuen „Freunde“ die ich darin fand, um in die „echte“ Welt zurückzukehren.

Der Moment, in dem dieser Funke überspringt ist wie eine neue Liebe: Das Herz schlägt höher, Schmetterlinge tanzen im Bauch, doch statt nach einer anderen Person sehnt man sich nach Papier und Stift, einer PC Tastatur und Zeit – naja und irgendwie wohl auch, nach einer Person: dem Hauptcharakter oder den Hauptcharakteren. Damian, Jamie und ich – ist die Ménage à Trois😉 die mich versonnen Lächeln lässt, wenn ich ein paar Stunden Zeit für mich habe.
Auch wenn ich zugeben muss, dass ich dazwischen immer wieder Zeit für R. und J. abzweige. Bin ich wirklich in einer Geschichte fällt es mir aber immer relativ leicht wieder in sie zu finden und abzutauchen. Ich liebe es, wenn ich vollkommen in der Story aufgehe und meine Umwelt um mich herum vergesse, so dass ich mich meinen Charakteren näher fühle, als den Menschen die sich um mich herum ihrem Leben widmen.

Schreiben ist am Schönsten, wenn man sich ihm komplett frei und unbeschwert hingeben kann, die liebsten Songs in der Playlist, ein Dokument geöffnet und nicht mehr den Bildschirm vor sich sieht sondern z.B. das MIDNIGHT, Jamies Zimmer, Damians Bett …
Wenn man sich fast wie ein Teil der Geschichte fühlt. Ich denke die Leser spüren es, wenn ein Autor so in seine Geschichte eintauchen durfte, oder?

Es ist ganz unterschiedlich, wann und wie dieser Funke überspringt und in einem zu glühen beginnt. Manchmal kann man das Feuer bewusst schüren, aber meist ist es eine Verknüpfung von Entspannung, Umgebung und Muse. Selbst wenn ich die Inspiration für eine neue Geschichte fand, heißt es noch nicht dass ich gleich den richtigen Anfang finde. Manche Ideen müssen ruhen um zu wachsen – wie Hefeteig. Und wenn die Zutaten, die Temperatur und die Liebe stimmen, dann wird aus diesem Teig ein perfektes Gebäck bzw. eine gern gelesene Geschichte von der die Leser nicht genug bekommen – wie von leckerem Kuchen😉

Frische Ideen notiere ich oder tippe sie ein. In Kladde oder Ordner warten sie dann bis mich die Muse küsst, der Funke überspringt und die Geschichte niedergeschrieben werden kann. Manchmal passiert das gleich, dann entsteht sofort ein neuer Anfang oder eine neue Kurzgeschichte.
Am besten finde ich solche Momente in Gesellschaft besonderer Freunde. In Gesellschaft bestimmter Personen kann ich kreativer sein, als alleine zuhause und ich finde es sehr schön, wenn man Freunde hat mit denen man zusammen ruhig vor sich hinarbeiten kann. Aber ich denke das funktioniert nur mit Personen die selbst kreativ sind und Gesellschaft um der Nähe willen schätzen und nicht nur um der Unterhaltung willen, die sie bringt.

Aber nun ja: Ich freue mich auf den nächsten Funken und auf meinen Urlaub der in nur vier Tagen beginnt und in dem ich hoffentlich viele Zeit zum Schreiben finde und viele Seiten schaffe.

Falls ihr Euch fragt: „Mondschreie“ pausiert derzeit, doch wenn ich mit „Edens Asche – Engel der Dornen“ fertig bin, wird es wieder aus der Schublade geholt. Ich freue mich schon darauf wieder Zeit mit David und Jay zu verbringen.

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