Supernatural: Nevermore – Keith R.A. DeCandido (Rezension – Buch)

Sam und Dean Winchester, die beiden Brüder und Jäger des Übernatürlichen reisen nach New York um dort dem Freund eines Bekannten mit einem Geisterproblem behilflich zu sein. Ein Fall auf den Dean sich freut, spielt Manny, dem sie helfen sollen, doch in einer Rockband die sich auf die Musikrichtung spezialisiert hat, welche dem älteren Winchester am liebsten ist.
Sammys Interesse hat eher ein anderer Fall in NYC geweckt: Seltsame Morde die Kurzgeschichten und Gedichte des Autoren Edgar Alan Poe nachstellen geschehen und Sam vermutet, das mehr dahinter steckt als ein Serienmörder mit einem Faible für Poes Werke.
In Mannys Haus angekommen erfahren sie bald, dass der Geist kein gewöhnlicher Spuk ist, sondern augenscheinlich in enger Verbindung mit einem der Bandmitglieder steht. Davon abgesehen, wer hat je von einem Geist in Queensrÿche-Shirt gehört? Es ist nun an Sam und Dean herauszufinden, welches Mitglied der Geist eigentlich heimsucht, was gar nicht so einfach ist, da Mannys Gehirnzellen bei einigen Aftershowpartys mächtig gelitten haben, auch wenn er sich sicher ist, den Tod des spukenden Groupies nicht verschuldet zu haben.
Die “Poe-Morde” dagegen lassen Sam und Dean auf eine alte Bekannte ihres Vaters treffen, die sie mal wieder vor die Frage stellt, welche Geheimnisse dieser noch vor ihnen verbarg.

“Nevermore” ist der erste Band der zur bekannten TV-Serie “Supernatural” erscheinenden Buchreihe, die ja in diesem Blog schon vorgestellt wurde. Mit Büchern die nach der eigentlichen TV-Serie bzw. dem eigentlichen Film erscheinen ist es ja immer so eine Sache: Meist ist der Film oder die Serie besser (wenn es andersherum ist, ist dafür meist das Buch besser, auch wenn es Ausnahmen gibt). “Nevermore” aber hat mich sehr schnell überzeugt. Dies mag zum einen daran liegen, dass hier Fälle von Sam und Dean die Handlung bestimmten, die in der Serie nicht vorkommen und zum anderen daran, dass der Autor R.A. DeCandido sehr gute Arbeit dabei geleistet hat die Charakterzüge der beiden einzufangen und sie auf dem Papier zum Leben erweckte. Vor allem da so ein Roman ja Platz für Einblicke in das Leben “on the Road” der beiden bietet, die aus Zeitgründen in einer Serienfolge kaum untergebracht werden können. So erfährt man auch mehr über das Zusammenleben der beiden und ihre Beziehung zueinander – gewürzt mit den Wortgefechten und Streichen die man an der Serie so liebt. Und ein Wunsch den ich zumindest immer hatte wurde mir auch erfüllt: Endlich konnte man mal in die Köpfe der beiden sehen und erfährt ihre Gedanken und Gefühle, wie es nur das Medium Buch erlaubt.

Ich weiß dass es viele Fans gibt, die von dem Buch enttäuscht waren. Natürlich hätte man mehr “in Character” arbeiten können und sicher war es ein schwerer Fehler Sams gebrochenes Handgelenk während der Handlung zu vergessen. Aber irgendwie konnte ich darüber hinwegsehen. Immerhin ist es ja nur eine Art “Merchandise” zur eigentlichen Serie und habe mir hier kein Manifest aufwühlendster Enthüllungen erwartet, sondern einfach ein wenig gute Unterhaltung mit Sammy und Dean und zudem war es großartig Dean ins seinem persönlichen “Dean-Disneyworld” zu erleben.
Außerdem glaube ich immernoch das Geheimnis von Mannys Kaffee zu kennen. Haha ^^
Die Folgebände wandern auf alle Fälle ebenfalls auf meinen Kindle und ich freue mich darauf sie zu lesen.
Eine Amerkung zum Schluss: Man sollte zumindest die erste Staffel der Reihe gesehen haben, bevor man damit beginnt diese Romane zu lesen, sonst fehlt einem Vorwissen, das vorausgesetzt wird, außerdem wird man sonst gespoiltert.

Diese Rezension basiert auf der englischensprachigen Kindle-Ausgabe des Romans.
Ihr findet diese hier: “Supernatural: Nevermore”-Keith R.A. DeCandido<-Klick

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 256 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: HarperCollins e-books (13. Oktober 2009)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B001E70RQ0

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