Dark Shadows (Rezension – Film)

Gestern war ich endlich in Dark Shadows. Johnny Depp in einem Tim Burton Film als Vampir – eine Kombination die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Das Organisationstalent einer guten Freundin sorgte sogar dafür, dass ich den Film in einem reizenden, altmodischen, kleinen Kino im englischen Original genießen konnte.
Aber bevor ich hier zu schwärmen beginne, erstmal eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:

Der junge, gutaussehende Erbe Barnabas Collins hat ein Herz gebrochen – das einer Hexe. So verflucht sie ihn und seine Lieben – letztere zum Tod, ihn zur Unsterblichkeit in Einsamkeit und Schuld: Ewig soll er als Vampir auf Erden wandeln, fern dem Licht und der Liebe, im Bewusstsein für den Tod Unschuldiger verantwortlich zu sein.
Um dem ganzen die Spitze aufzusetzen, jagt sie ihm einen wütenden Mob auf den Hals, der ihn in lebendig begräbt.

Doch Jahrhunderte später baggert ein Trupp Bauarbeiter Barnabas Collins wieder aus und der Vampir erwacht in den bunten 70ern. Mit Witz und Geschick sorgt er dafür, dass ihn seine Nachfahren in ihrer Mitte aufnehmen. Mit dem verborgenen Familienschatz restauriert er die inzwischen verarmte Familie, verliebt sich neu und arrangiert sich mit seinem Vampirdasein. Doch nicht nur er hat die Jahrhunderte überdauert – auch seine Feindin die böse Hexe und diese gönnt Barnabas sein neu gefundenes Glück natürlich nicht.

Dark Shadows war spannende, homorvolle Unterhaltung voller Charme und intelligentem Wortwitz von der ersten Minute an. Gewohnter Tim-Burton-Style, kombiniert mit dem schauspielerischen Genie eines Johnny Depp und einer guten Story kann eigentlich nicht schief gehen, doch hier wurde ein neues Glanzstück geschaffen. Johnny Depp fängt den exzentrischen Barnabas Collins mit Samtstimme und herrlich altmodischem Britisch gekonnt ein und auch die anderen Schauspieler wie Michelle Pfeiffer und Helene Bonham-Carter als alkoholabhängige Psychiaterin die sich gerne selbst Stimmungsaufheller verschreibt, sowie die wunderbar verspulten Dienstboten der Familie Collins sorgen dafür, dass man stets gut gelaunt bei der Story bleibt und nie Langeweile aufkommt.
Auch Special Effects, Setting, Soundtrack und Nebencharaktere sind bis ins kleinste Detail gelungen gestaltet. Besonders gut gefallen haben mir die Geister mit ihrem ätherischen Leuchten und der Unterwasser-Optik. Ebenso die vielen feinen Details bei der Gestaltung des Herrenhauses der Familie Collins. Besonders der weiße Kronleuchter und der Kamin mit den heulenden Wölfen. Traumhaft. So ein Haus wäre einfach … hach …
Gastauftritte von Größen wie Christopher Lee und Alice Cooper verliehen dem Film zusätzlichen Reiz und waren ein herrlicher Bonus. Vorallem dass Alice Cooper hier als Musiker bei einem Ball, verzeihung Happening zwei seiner Hits zum Besten gibt.
Besonders toll für mich war, dass hier endlich mal wieder ein “echter” Gentleman-Vampir mit weißem Hemd, Durst nach Menschenblut und ohne Glitzereffekt die Leinwand zierte.
Wer Vampire und Johnne Depp liebt – ab ins Kino. Am besten im englischen Original denn das wunderbare altmodische britisch und der damit einhergehende Wortwitz und trockene Humor gehen in der deutschen Übersetzung nur verloren.

Fazit: Gelungene vampirische Unterhaltung mit Charme, Humor und grandiosen Schauspielern vor einer gelungenen Kulisse mit tollen Effekten, die nie übertrieben wirken.
Ein Muss für Tim Burton und/oder Johnny Depp Fans die richtige Vampire mögen.

5 thoughts on “Dark Shadows (Rezension – Film)

  1. Ich war leider sehr vom Film enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass man eine Entscheidung getroffen hätte, ob er nun unheimlich oder witzig sein soll – so war es beides, aber für mich nie beides ganz. Und so halbe Sachen mag ich gar nicht leiden.
    Gleiches gilt für Teile der Handlung, besonders was Victoria angeht. In ein paar Szenen hat man ja gesehen, dass auch ihr Hintergrund durchaus interessant ist, aber viel kam da nicht. Für mich kam die kleine Liebesgeschichte zwar nicht unerwartet, aber dennoch plötzlich – ohne Grund und Boden, im Grunde unnötig.
    Dabei gab es ja wirklich vielversprechende Aspekte und langweilig war er gewiss nicht. Aber der Film konnte nicht so recht halten, was er mir zunächst versprochen hatte. ):

Was denkst Du?

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s