Dämonenbraut – Christina M. Fischer (Rezension – Buch)

Dämonenbraut

Vor 60 Jahren hat sich unsere Welt für immer verändert. Ein Virus brach aus, das Menschen in sogenannte A-Normalos wandelt, sprich: Hexen, Vampire, Werwölfe oder auch Dämonenbräute. Und eine solche, besonders mächtige Dämonenbraut ist Sophie. Mit Hilfe eines Tropfen ihres Blutes können diese Frauen Dämonen aus einer anderen Dimension rufen und kontrollieren.
Gemeinsam mit ihrem Partner Julius ist sie Part eines Agententeams, das für diese A-Normalos zuständig ist. Sie sorgen für Recht & Ordnung, die Einhaltung der Regeln im Zusammenleben der A-Normalos mit den Normalsterblichen oder auch der Übersinnlichen untereinander.
Beide sind sie erfahrene Ermittler, aber ihr neuer Fall ist eine besondere Herausforderung: Ein dunkler Hexenlord ermordert in grausamen Ritualen andere A-Normalos um sich ihre Kräfte anzueignen.
Als wäre der Fall nicht erschütternd genug, trifft Sophie immer wieder mit dem mächtigen Hexenmeister Samuel zusammen, für den so schon lange ein mehr oder weniger heimliches Faible hat (und er für sie), der sie immer wieder aus der Bahn wirft.
Und auch ihr Partner Julius macht seit Neuestem immer wieder Avancen. Hat es damit zu tun, dass seine Wandlung zum vollwertigen Meistervampir schneller vollzieht als geahnt oder empfindet er wirklich etwas für Sophie? Und ebenso wichtig: Was empfindet sie für Julius? Dass er ihr Herz höher schlagen lässt, ist eine Verwirrung mehr, die Sophie bei der Klärung eines solch komplizierten Falles nicht gebrauchen kann.
Hinzu kommt, dass die Tochter ihrer besten Freundin, der Hexe Anna ebenfalls das Vampirgen in sich trägt und ausgerechnet der Vampir-Advokat, ein Mann mit sehr zweifelhaftem Ruf, bekundet Interesse an der jungen Maggie. Als Sophie äußerst mächtige Dämonen ruft um die Vampire einzuschüchtern ruft sie die Daghs auf den Plan, die äußerst gefürchtete, höchste Instanz unter den A-Normalos. Was wollen sie von Sophie?
Inzwischen mordert der dunkle Hexenlord weiter und sein Kreis um Sophie und die, die ihr wichtig sind wird immer enger und Sophie muss sich fragen:
Ist Samuel der ihre Gefühle so verwirrt der Gesuchte?

Eine Rezension für “Dämonenbraut” zu schreiben ist eine kleine Herausforderung. Das Buch ist flüssig geschrieben, der Stil der Autorin macht es leicht in die Geschichte zu finden. Die Charaktere sind sehr lebendig gestaltet, sodass man sie schnell kennen lernt und mit ihnen fühlt oder wie in meinem Fall, sie nicht leiden kann. Sie haben Tiefe, Ecken und Kanten. Aber ich wurde mit Sophie, der Ich-Erzählerin, Hauptprotagonistin und Heldin der Geschichte einfach nicht warm. Dafür mochte ich die meisten anderen Figuren recht gerne.
Ich vermute die Autorin verfolgte das Ziel eine toughe, starke Heldin zu schaffen, die ihren Weg geht. Leider hat Sophie auf mich aber eher gewirkt wie ein stoffeliges Fähnchen im Wind, das halt gerne schwarze Lederhosen trägt.
Vor allem am Anfang als sich ihre Gedanken immer und immer, sogar während sie in hochgefährliche Situationen gerät, nur um Julius hier und Samuel da drehen, denn beide gutaussehenden Männer bemühen sich um sie und sie kann sich nicht entscheiden und sie wird ja unter den Fingerspitzen beider sofort zu Gelee, wenn sie nur ihr Haar berühren … DAS ist eine erwachsene Frau? Ich konnte ganz ehrlich nur die Augen verdrehen und musste öfter mal eine lange Lesepause einlegen bis ich mich wieder aufraffen konnte um das Buch weiter zu lesen. Ich lese gerne Liebesgeschichten und es dürfen auch mal Irrungen und Wirrungen dabei sein, aber hier wirkte es leider nicht knisternd und sexy, es hat eher genervt, vor allem weil sich Sophie Hadern mit sich und ihren Verehrern über Seiten und Seiten hinzog und ich mich nur fragte: Hallo?! Ein Psychopath treibt sein Unwesen und du grübelst über dein Liebesleben? Du wirst grad in die Höhle des Löwen geführt, deine Freunde sind in Gefahr und Du …? Und musste wirklich (nahezu) jeder Kerl der im Buch vorkommt auf Sophie stehen? Hier wäre weniger mehr gewesen.
Erst ab ca. der Mitte kam für mich also wirklich Spannung auf, als sie endlich, endlich ihre Entscheidung getroffen hatte und die Handlung voran schritt. Auch wenn ich fand das das “Problem” Julius etwas arg schnell gelöst wurde und Sophie ihn, dafür dass er ihr Partner (Arbeit) war ihn etwas schnell abstreifte. Ihre erste Reaktion wurde auch nicht ausgebessert, indem sie später plötzlich Sorge und Gewissen zeigte. Es kam eher rüber als habe die Autorin entschieden Sophie müsse diese Gefühle zeigen, ich nahm sie ihr nicht wirklich ab.
Zum Glück mochte ich Samuel (auch wenn ich fand er litte an geistiger Verwirrung, wenn er auf Sophie stand), Nikodemus den Kater und später ihre beiden Dämonen-Helfer. Sie halfen mir durch die Geschichte. Erst als die beiden Dämonen auftauchen, gewann auch Sophie bei mir ein paar Sympathie-Punkte. Sie sind cool und witzig und ihre Interaktionen mit Sophie und ihren Freunden ließen mich mehrmals laut auflachen. Auch sie Sache mit den Daghs fand ich sehr, sehr spannend.
Wofür ich der Autorin viele, viele Pluspunkte anrechnen muss ist der außergewöhnliche Schluss. Ich hätte nicht damit gerechnet und er macht mich richtig gespannt auf den nächsten Teil. Ich werde wohl erneut Zeit mit Sophie verbringen (müssen) und vielleicht raufen wir uns ja zusammen. Ich werde sie wohl wieder öfter treten, schütteln und anschreien wollen, aber wir werden klar kommen😉. Ich denke auch, dass weniger komplizierte Leser(innen) als ich, das Buch sehr gerne mögen werden, denn es ist wirklich gut geschrieben. Christina M. Fischer kann schreiben und ihre Helden und Geschichten erreichen den Leser.
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von Christina M. Fischer
Illustrator: Oliver Schuck
Seitenzahl: 328
Teil 1 der Dämonen-Trilogie
Preis: [D] 11,80 € | [A] 12,10 €
ISBN-13: 978-3981509205
Erscheinungstermin: Juli 2012

Stand Challenge 2012: 4/10 Büchern deutscher Autoren gelesen/gehört und rezensiert.

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