Notturno – Z.A. Maxfield (Rezension – Buch)

Dr. Adin Tredeger aquiriert für seine Heimatuniversität wertvolle, antike Manuskripte. Dabei hat er sich auf besonders auf erotische Geschichten spezialisiert.
So ist er natürlich aufgeregt, als es ihm gelingt “Notturno” zu erringen. Einen alten, italienischen Text mit homoerotischen Zeichnungen und Erzählungen. Doch schon auf dem Heimflug wird ein erster Versuch unternommen ihm “Notturno” wieder zu entwenden, der glücklicherweise misslingt. Doch kann er das Gefühl nicht mehr abschütteln verfolgt zu werden.
Donte Fedeltas große Liebe wurde ermordet. In Notturno schrieb der Vampir die Geschichte dieser Liebe nieder. Für immer wollte er so das Andenken des Geliebten waren. Als es bei einer Auktion wieder ans “Tageslicht” tritt, wird er durch einen hinterhältigen Trick daran gehindert es zu erwerben. So heftet sich Donte an Adins Fersen. Er verführt ihn, trinkt von ihm, tut alles um den hübschen Gelehrten in seinen Bann zu schlagen, doch mehr oder weniger gelingt es Adin ihm zu wiederstehen. Er gibt “Notturno” nicht heraus.
Aber dann wird das Manuskript aus Adins Hotelzimmer gestohlen und nicht Donte war der Täter. Außerdem erhält Adin durch Dontes Nähe die Aufmerksamkeit anderer Vampire und diese sind für ihn viel gefährlicher als der einstige Adelige aus Italien.
Donte muss wählen was ihm wichtiger ist: Die Erinnerungen an eine verlorene Liebe oder Adin, der warm und lebendig in seinen Armen liegt.

“Notturno” hat das Potential eine wunderschöne, düstere Liebesgeschichte zu sein, die einen eine Nachte durchlesen lässt. Leider wird dieses Potential nicht erfüllt und ich schloss das Buch mit einem Gefühl der Enttäuschung:
Die Charaktere in dieser Geschichte konnten mich einfach nicht für sich gewinnen. Davon abgesehen, dass sie zum Teil einfach unglaubwürdig, bzw. unecht wirken. Man nehme Adin: Erwachsener Mann, mit Doktortitel und vielversprechender Karriere. Die meiste Zeit benimmt er sich aber eher wie ein verwöhnter Teenager der ohne Rücksicht auf Vernunft und Verluste seinen Kopf durchsetzen muss und selbst als er mehr Tod als lebendig im Krankenhaus aufwacht nicht begreifen kann, dass er in Gefahr ist. Er kapiert offensichtliches nicht.

Dann ist da Donte (nicht Dante!) – er wirkt etwas glaubwürdiger. Auch kommt er einem durch seine Tagebucheinträge näher als der eigentliche Hauptcharakter – allerdings scheint mir Adins “Liebe” zu ihm eher die eines Groupies zu seinem Rockstar (Fangbanger?!).

So hat mich Adin die meiste Zeit nur genervt (auch wenn ein paar seiner Sprüche die er auf Donte abfeuerte echt genial waren) und die erotische Spannung zwischen den beiden war so knisternd wie ein abgebranntes Zündholz – für mich als Leser. Die erotischen Szenen wirkten nicht sexy, sondern eher einfach platziert: Oh hier könnte ich mal eine Sexszene einbauen. Muss man auch verstehen, denn Donte ist so sexy, dass man vergessen kann klatschnass, schlammbeschmiert und durchgefrohren vom Dezemberregen zu sein inkl. blutiger Füße.

Ansonsten ist, wenn auch etwas unausgebaut und blass, die Geschichte gut geschrieben. Nur mit den Charakteren hätte die Autorin vielleicht mehr arbeiten müssen um vor allem ihre Beziehung zueinander glaubwürdiger zu gestalten und so vielleicht das Knistern entstehen zu lassen, dass mir als Leser fehlte..
Erst auf den letzten Seiten kam etwas Spannung auf und auch Adin bekam ein paar glänzende Momente.
Ob ich die weiteren Bänder der Trilogie noch lesen werde, ist deshalb eher fraglich.

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Format: Kindle Edition
Dateigröße: 543 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 219 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1608200345
Verlag: MLR Press,LLC (26. Dezember 2010)
Sprache: Englisch
ASIN: B004HD5TP2

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