Pushing the Limits – Katie McGarry (Rezension – Buch)

Echo und Noah könnten, auf den ersten Blick, unterschiedlicher nicht sein. Echo gehört zu den beliebten Kids der Highschool. Sie ist hübsch, wohlhabend und schreibt nur Bestnoten – jedenfalls denkt Noah das. Noah ist der Bad Boy der Schule, der lieber feiert als lernt, keine Verantwortung übernehmen will und für den Mädchen nur für eines gut sind: Ihm eine Nacht die Zeit zu vertreiben – denkt Echo.
Ihre Eindrücke von einander sind nicht ganz falsch. Echo war so ein Mädchen, bis vor einem Jahr etwas schreckliches geschah. Ein Vorfall an den ihre Psyche jegliche Erinnerung unterdrückt. Seitdem hält sie sich lieber in der Bibliothek auf als in der Mensa und scheint jegliche Lebensfreude verloren zu haben. Hinzu kommt die Trauer um ihren Bruder der als Marine bei einem Einsatz starb.
Noah tut zwar gerne so, als wäre er der verantwortungslose Partygänger, doch eigentlich arbeitet er hart, damit er eines Tages das Sorgerecht für seine jüngeren Brüder übernehmen kann, die genau wie er, seit einem Brand bei dem die Eltern ums Leben kamen, bei einer Pflegefamilie untergebracht sind. Noah hat als Pflegekind viele schlechte Erfahrungen gemacht, die er seinen Brüdern ersparen möchte: Gewalt, Vernachlässigung und die Ungerechtigkeit des Lebens.
Durch die neue Schulpsychologin, bei der sowohl Echo als auch Noah in Behandlung sind, lernen die beiden unterschiedlichen Teenager sich kennen. Und obwohl sie zuerst auf dem falschen Fuß starten, merken sie bald, dass mehr hinter der Fassade des anderen steckt, als sie vermuten. Sie beide tragen nicht nur körperliche Narben, die sie täglich Schmerzen.
Sie schließen Freundschaft und aus der Freundschaft wird bald mehr – Liebe. Diese Liebe stellt sie vor Entscheidungen und bringt sie an eine Wegkreuzung. Sie können gemeinsam in eine neue Richtung starten oder den alten Pfad alleine weitergehen? Welche Entscheidung werden sie treffen?

“Pushing the Limits” aus der Feder von Katie McGarry war ein Buchtip, den mir Martina Bookaholic gegeben hat und ich bin ihr wirklich sehr dankbar🙂 Der YA war ein sehr emotionales, bewegendes Leseerlebnis um zwei Charaktere, die einen sofort in ihr Erleben und ihre Gefühlswelt ziehen. Man fürchtet mit ihnen, leidet mit ihnen, liebt mit ihnen und wagt zu hoffen. Zu hoffen, dass die Narben der Vergangenheit eines Tages weniger schmerzen, dass man um seiner selbst Willen und nicht um eines Ideals willens geliebt wird, dass man eines Tages lachen kann, ohne zu befürchten, dass einem das Schicksal den Teppich wieder unter den Füßen wegzieht.
Katie McGarry gelingt es Noah und Echo für den Leser zu Persönlichkeiten zu erwecken, die er nicht mehr alleine lassen möchte. Man will nur eines: weiterlesen. Dies liegt nicht zuletzt an der Erzählperspektive, die abwechselnd aus Echos und Noahs Sicht berichtet. Trotzdem sind auch die Nebencharaktere nicht blass. Sie haben Tiefe und sind mehr als Marionetten am Rande der Geschichte. Katie McGarry verleiht ihren Figuren gekonnt eine ganz eigene Stimme, die noch im Leser nachklingt, nachdem er das Buch geschlossen hat.
Wer gerne mal einen YA-Adult liest, der sich abseits der üblichen Highschool-Romanzen bewegt, hat mit “Pushing the Limits” ein Buch gefunden, das ihn bis in die frühen Morgenstunden wach halten wird. Noah und Echo sind nicht perfekt und gerade deshalb so liebenswert.
Ein Pageturner von einer Autorin, die ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe.

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Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2027 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 397 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: B008LQ1FOK
Verlag: MIRA Ink (31. Juli 2012)
Sprache: Englisch
ASIN: B008ATMSNA

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