Slow Burn – Sam B. Morgan (Rezension – Buch)

Bei der Verfolgung eines Verdächtigen zieht sich Detective Douglas Brody eine schwere Knieverletzung zu. Während der Strangler, ein Serientäter dessen Fall er seit Jahren zu lösen versucht immer schneller neue Opfer sucht, ist er gezwungen sich per Physiotherapie langsam und schmerzhaft seine alte Form zu erarbeiten. Zu allem Überfluss fühlt sich Brody, der sich selbst nie seine Anziehung zu Männern zugestehen wollte, zu seinem Physiotherapeuten hingezogen, dem gutausehenden, fröhlichen Zack.
Zack lässt sich von Brody nichts bieten und kratzt mit jedem Termin mehr an der harten Schale des gutaussehenden Cops. Doch nur selten gelingt es ihm dem Mann ein Lachen zu entlocken. Doch das tut Zacks Enthusiasmus für seine Arbeit nichts an. Er verspricht Brody, wenn er seinen Anweisungen folgt wird er besser in Form sein als je zuvor. Brody, der unbedingt zurück an die Arbeit und vor allem zu seinem Fall möchte, lässt sich darauf ein und bittet Zack letztendlich sogar ihn nach der verordneten Therapie weiter zu trainieren, auch wenn das Knistern zwischen den beiden jeden Tag stärker und schwerer zu ignorieren wird.
Auch Zack verfällt Brody mit jedem Trainingstag mehr, vor allem da der Cop stetig auftaut. Zack weiß sich in Brody zu verlieben kann nur ein unglückliches Ende nehmen, egal wie hoch das seltene Lächeln des Mannes sein Herz schlagen lässt. Sich auf einen Mann einzulassen, für den er immer nur ein Geheimnis hinter verschlossenen Türen sein wird, ist nicht seine Vorstellung von einer Beziehung. Er möchte jemanden der an seiner Seite steht, mit ihm zusammen sein möchte und sich zu ihrer Liebe bekennt. Nur Sex, egal wie heiß, wird nie genug sein. Wird Brody erkennen, dass es mehr als Lust ist, die er für Zack empfindet, bevor es zu spät ist? Wird er sich trauen, den Schritt in Richtung Liebe zu wagen?
Der Kriminalfall, ist, obwohl spannend, mehr ein Rahmen für eine sexy Liebesgeschichte um zwei Charaktere mit tiefen, seelischen Narben. Denn so leichtherzig einem Zack zu Beginn erscheint, so viel hat der junge Mann mit dem strahlenden Lächeln, das nicht nur Brody, sondern auch den Leser verzaubert in seinen jungen Jahren schon an Schmerz erfahren.
Vielleicht kann er deshalb so viel Verständnis für Brody aufbringen? Brody macht es einem Anfang schwer ihn zu mögen, doch wie Zack verfällt man ihm mit jedem Riss in seiner harten Schale mehr. Beide Charaktere faszinieren, man möchte mehr über sie erfahren und wundert sich, wie ihre Liebesgeschichte ein Happy End finden kann.
Die Liebesszenen sind sexy, manchmal explosiv, manchmal zärtlich und niemals langweilig. Sehr knisternd beschrieben und nie überflüssig. Ich mochte, wie der Autor den Leser seine Charaktere langsam vorstellt und sie durch ihn zu greifbaren Personen wurden deren Reaktionen nie untypisch sondern immer nachvollziehbar waren. Auch wenn ich mir hier und da mehr Seiten gewünscht hätte, aber das kann auch daran liegen, dass ich die beiden so gerne habe.
Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass der Kriminalfall eine größere Rolle spielte, sodass es nicht “nur” eine Liebesgeschichte zum Verfolgen, sondern auch einen Krimi zum Mitraten gegeben hätte. Aber auch so war es eine unterhaltsame Romance die ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe.
Für Leser die einfach eine süße, heiße Story zur Entspannung am Abend suchen ist “Slow Burn” die perfekte Wahl.

Hätte ich Sternchen, würde ich 4 von 5 vergeben. ^^

Hier findet ihr die Kindle Edition: Klick!

Daten laut Amazon:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 383 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 197 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Loose Id LLC (7. Januar 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B00HQRGQV2

2 thoughts on “Slow Burn – Sam B. Morgan (Rezension – Buch)

  1. Schade, der Einstieg hörte sich nach einem Krimi an, aber wenn es wirklich am Ende eher auf eine Liebesstory rausläuft und der Hauptaspekt, der Kriminalfall eben, komplett aus dem Fokus gerät, muss ich dem Ganzen dann doch eine Absage erteilen (zumal Kitsch-Romane ohnehin nicht mein Genre sind). Außerdem hört sich der Aufbau ein wenig konstruiert an, was ich normal eher von billigem Fan-Fiction erwarten würde, so wie du es hier grade beschreibst.

    Aber meckern ist ja leichter als selbst besser machen, das muss ich mir auch eingestehen, so sehr mir hier und da Ideen in den Kopf schießen, wie ich eine solche Story umschreiben würde. Die Motivation zieht da leider nicht mit (siehe meine eigenen, brachliegenden Geschichten).

    Gibt’s eigentlich von dir an dieser Stelle vielleicht mal wieder eine Kurzgeschichte zu lesen? Würde mich freuen.

    • Hi, ja es war eher wie eine Fanfic. Ich habe den “Krimi” auch vermisst. Aber die Love Story war so süß, dass ich damit leben konnte. Ich mag’s ja gerne mal romantisch. Wenn Du mehr Krimi möchtest, kann ich Dir “Gravediggers Brawl” von Abigail Roux oder “Laurel Heights” empfehlen.

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